Wenn vom Siebengebirge und Drachen die Rede ist, fällt Ihnen sicherlich
gleich der Recke Siegfried ein. Damals
hatte er den Drachen vom Drachenfels getötet und den zuvor erbeuteten
Nibelungen-Schatz für eine Weile in dieser Höhle versteckt. Später hat er ihn
geholt und seiner Frau Kriemhild zur Hochzeit geschenkt, doch Glück gebracht hat
er ihm nicht: bald gab es nur noch Hass und einen Kampf, der viele das Leben
kostete. So berichtet es das Nibelungenlied. Doch man muss genau lesen: Wie andere
Heldenepen des Hohen Mittelalters zeichnet auch der unbekannte Autor des
Nibelungenlieds das Bild eines idealen Ritters. doch er tut es auf eine düstere
Weise - hier sind es die Helden, welche ritterlichen Tugenden vermissen lassen
und am Ende ein schreckliches Ende finden. Der wahre Held des Nibelungenliedes
ist der tapfere, kluge und mäßigende Dietrich von Bern.
Von Brann, der Drachendame vom Drachenfels, haben wir schon in der Eingangsseite
gesprochen. Als magisches Wesen machen ihr ein paar Jahrhunderte nichts aus, so
finden wir sie in der frühmittelalterlichen Sage "Die Drachendame vom Drachenfels"
und auch in der Geschichte "Weihnachten auf dem Drachenfels", die zur Zeit der
Kreuzzüge spielt.
Jupp, der Drache mit der roten Nase und dem ur-rheinischen Namen, lebt in einer
gemütlichen Scheune am Nonnenstromberg. Leider kann man diese Scheune meistens
nicht sehen, denn der Nonnenstromberg mit seinen langen, engen Pfaden und dem
dichten Naturwald hat etwas Verwunschenes. Jupp ein guter Bierbrauer und trinkt
auch gerne sein eigenes Bier, vielleicht hat er deshalb eine rote Nase. Er
erzählt sehr gerne Geschichten, und manchmal weiß man nicht, was davon war ist,
und wo seine Phantasie mit ihm durchgegangen ist. Aber eines ist sicher: sie
kommen alle aus dem Herzen.
Kleine und große Gasthäuser, in denen sich kleine und große Wanderer stärken
können, haben eine lange Tradition im Siebengebirge. Bouffe-Bouffe setzt diese
Tradition fort, er kocht und isst für sein Leben gerne, am liebsten Pommes
Frittes, und das sieht man ihm
auch an. Doch das stört ihn nicht, seit Kinder ihm einmal gesagt haben, dass
etwas mollige Menschen weniger nervig sind, und dass dies gleichermaßen für
Drachen gilt. Den Namen Bouffe-Bouffe, frei übersetzt etwa "Mampf-Mampf" haben
ihm einmal belgische Besucher verpasst, da sein wirklicher Name unausprechlich
war. In den Sagen vom Lohrberg begegnet Ihnen Bouffe-Bouffe.
Siefnir, der kleine Erddrache, trägt das Siebengebirge sogar in seinem Namen:
Es heißt ja, dass unsere Region nicht nach den Sieben Bergen, sondern nach den
Siefen, den vielen tief eingeschnittenen Tälern benannt wurde. Sein bester
Freund ist Ritter Brexger, ein Gefolgsmann des Grafen Heinrich III. von Sayn.
Tayfun, der kleine Drache mit der Fliegermütze, hat sie schon auf der
Eingangseite begrüßt. Er kam vor Urzeiten ins Siebengebirge - heute würde man
wohl sagen: ein Drache mit Migrationshintergrund. Mit ihm können Sie die Tour
"Alle 7" machen
durchs Siebengebirge machen.