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Die Erddrachen |
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In der Gegend um Remscheid und am gegenüberliegenden Ofenkaulberg wirkt das Siebengebirge fast wie unberührte Natur. Schmale Wege führen durch tiefe Täler, und überall stehen alte Bäume mit riesigen Stämmen. Wenn man genau hinsieht, sieht man unten kleine Löcher im Stamm, und .. vielleicht, .wenn man ganz genau hinsieht, auch kleine, knubbelige Wesen, die dort hinaus- und hineinhuschen die Erddrachen. Ich weiß nicht sicher, seit wann es die Erddrachen gibt. Der Sage nach sind sie ein Geschenk des Mondes an eine kleine Waldfee. Damals, so heißt es, habe ein frommer Mönch die Geister aus dem Siebengebirge vertrieben. Sei es, dass er mit seinen Bannsprüchen Erfolg hatte, sei es, dass die Geister einfach fortzogen, weil sie nicht mehr willkommen waren .. es wurde still in den Tälern und Höhen des Siebengebirges. Nur Ragnan, ein kleine Waldfee, war noch da. Sie hatte sich all die Zeit in einem hohlen Baumstamm versteckt, und sie wollte auch nicht fort. Ein paar Tage lang tröstete sie die vertraute Umgebung, doch dann vermisste sie ihre Freunde und machte sich auf die Suche .. doch wohin sie auch kam, es war niemand da. Traurig hockte sie sich auf einem Baumstumpf und weinte bitterlich.
Nach wenigen Augenblicken war Ragnan umringt von einer Schar kleiner Drachen, die sie erwartungsvoll ansahen .. und von da ab war an Ruhe nicht mehr zu denken. |
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