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Römisches und Hunnisches Reich, Germanengebiete                                                                                                             

Römer und Germanen | Franken und Alamannen (235-475)

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Roms Offensive  | Germania Inferior  |  Neue Feinde: Franken und Alamannen  
Das Ende der Römerherrschaft am Rhein
Römer und Germanen Teil 1 
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Die Zeit der Soldatenkaiser (235-284/85) gilt als eine Zeit der Krise des Römischen Reiches. Der ständige, oft gewaltsame herbeigeführte Wechsel auf dem Kaiserthron ließ das Reich nicht zur Ruhe kommen. Nach außen musste es sich über Jahrzehnte an mehreren Fronten gegen neue, mächtige Feinde verteidigen: die Sassaniden im Osten, die Goten und die Sarmaten an der Donau, und die Alamannen im Südwesten und Franken im Westen. 

Franken und Alamannen

Um 250 berichteten römische Quellen von Raubzügen der "Francii" in die Provinz Gallien. Diese Franken, "die Freien" in ihrer Sprache, "die Wilden" aus Sicht der Römer, waren ein junger Großverband, in dem verschiedene Germanenstämme entlang der Rheingrenze, die wir aus Caesars "Gallischem Krieg" kennen, aufgegangen waren: die Usipeter, Tenkterer, Sugambrer, Brukturer u.a. Auch die Alamannen, "alle Männer", waren kein Stamm im Sinne einer ethnischen Einheit, sondern ein Großverband.

Immer wieder brachen Franken und Alamannen zu großangelegten  Raubzügen auf und drangen immer tiefer in das Dekumatland, nach Raetien und Gallien ein. Die Landgüter der Römer wurden überfallen, die Menschen erschlagen oder versklavt, das Landgut geplündert und angezündet. Viele Menschen vergruben ihren Besitz; die Archäologen haben viele Hortfunde im Dekumatland und Raetien aus dieser Zeit gefunden.  Immer öfter kamen die römischen Truppen zu spät; dafür fanden die fränkischen und alamannischen Kriegsherrn immer mehr Gefolgsleute.  
Für die römisch-germanischen Provinzen an Rhein und Donau waren diese Raubzüge  verheerend. Das sieht man gut im Hinterland von Köln: Während die Stadt, gut geschützt durch ihre dicke Steinmauer, florierte, zogen immer mehr Menschen aus dem Umland fort, bald waren ganze Dörfer verlassen.

Als die Römer wieder einmal Truppen vom Rhein abziehen mussten, um im Osten gegen die Sassaniden zu kämpfen, war die Rheingrenze kaum geschützt. 256-258 fielen die Franken in die Provinz Germania Inferior ein. Mehrere Legionslager am Rhein wurden zerstört, Trier wurde erobert und nur Köln mit seiner steinernen Stadtmauer überstand den Überfall. Kaiser Gallienus (253-268) eroberte Trier zurück und verteidigte Gallia Belgica und Germania Superior; sein Statthalter in Germania Inferior, Postumus, konnte die Franken entscheidend schlagen. 

Doch 260 musste Gallienus den Feldzug plötzlich abbrechen. Valerian, sein Vater und Mitkaiser im Osten,  war mit seinem Heer von den Sassaniden besiegt worden. Schlimmer noch, er war in die Gefangenschaft des Sassanidenkönigs geraten. Als die Nachricht nach Rom kam, brach  ein Bürgerkrieg aus; wieder wurden die Truppen vom Rhein abgezogen. Sogleich überrannten die Alemannen und Franken den Limes und drangen auf den gut ausgebauten Römerstraßen bis nach Spanien und Italien vor. Mit knapper Not konnte Kaiser Gallienus die Germanen bei Mailand zurückschlagen; doch die Folgen für Germania Superior waren verheerend.

Gallisches Sonderreich (260-274)

Nach einem Streit mit dem Sohn des Kaisers schlug sich Postumus auf die Seite aufständischer Grenztruppen und wurde von diesen zum Kaiser erhoben. Die drei Gallischen Provinzen, Germania Inferior und Germania Superior, zeitweise auch Spanien und Britannien, sagten sich von Rom los und bildeten ein "Imperium Galliarum", ein Gallisches Sonderreich.  Postumus eroberte CCAA/Köln und machte es zur Hauptstadt des neues Reiches.  Insgesamt war es eine gute Zeit für Gallien und das Rheinland, aus dieser Zeit stammen hochwertige Goldmünzen mit dem Bildnis des Postumus. 

Nicht aber für Kaiser Aurelian (270-275) in Rom. Ihm drohte nicht nur der Verlust der Provinzen im Nahen Osten an das Reich von Palmyra, sondern auch der Verlust des Westteils seines Reiches. Der Kaiser zog mit seinem Heer über die Alpen, um dem Gallischen Sonderreich ein Ende zu machen. 274 kam es zur Schlacht zwischen ihm und dem Herrscher des Sonderreichs, Tetricus, bei Châlons-sur-Marne. In eine blutigen Schlacht siegte Aurelian. Es mag ein Sieg für die Autorität Roms gewesen sein, doch für Gallien und das Rheinland war es eine Katastrophe. Sehr viele Soldaten waren umgekommen, und es war kaum jemand mehr da, der die Grenze hätte verteidigen können.

Noch im selben Jahr überrannten die fränkischen und alamannischen Kriegsherrn das Land und verwüsteten es. Das Dekumatland schließlich von der romanisierten Bevölkerung aufgegeben. Viele Kastelle am Rhein wurden zerstört, Köln und Trier erobert und geplündert. Auch weite Teile Hollands, Belgiens und Frankreichs wurden verwüstet, Paris ging in Flammen auf. Weite Regionen in Germania Inferior, so das Hinterland von Köln, waren menschenleer. Das Bonner Legionslager war nicht zerstört worden, doch wurden die Wohngebiete außerhalb aufgegeben und die verbliebene Zivilbevölkerung suchte Schutz innerhalb des Lagers.

Der Fall des Limes

Drei Jahre herrschte Anarchie, dann konnte Kaiser Probus (276-282) die Alamannen und Franken auf ihrem Rückzug abfangen und besiegen. Dann traf er eine weitreichende Entscheidung: Die Grenze des Römischen Reiches wurde an den Rhein und die Donau zurückgenommen, der Limes und das Dekumatland wurde aufgegeben. Zugleich machte er die besiegten Franken und Alemannen zu Föderaten Roms, d.h. zu Verbündeten, die auf römischen Gebiet oder unmittelbar an der Grenze siedeln durften, loyal zum Reich standen und es gegen Eindringliche verteidigten. Die Franken besiedelten die menschenleeren Gebiete auf dem linken Rheinufer. Mehrere Jahre nach dem Fall des Limes siedelten sich die Alemannen im Dekumatland an; ab dem 4. Jahrhundert dienten alemannische Einheiten im römischen Heer.

Germania Prima und Germania Secunda

Nach der Zeit der Soldatenkaiser mit dem ständigen, oft gewaltsam herbeigeführten Wechsel auf dem Kaiserthron kam mit Diokletian  (284-305) wieder ein starker Herrscher auf den Thron. Um das gewaltige Reich besser regieren und verteidigen zu können, ernannte er einen ihm untergeordneten Mitkaiser; und Kaiser und Mitkaiser (Augusti) beriefen je einen Heerführer als Unterkaiser (Caesares). Rom blieb Hauptstadt, doch die Regierungssitze dieser Vier-Männer-Herrschaft (Tetrarchie) wurden nach strategischen Überlegungen gewählt:  Diokletian selbst residierte in Nikomedia am Bosporus in der heutigen Türkei, sein Unterkaiser in Sirmium im heutigen Serbien; der Mitkaiser in Mailand, dessen Unterkaiser stand an der Rheinfront und hatte seinen Regierungssitz in Augusta Treverorum, dem heutigen Trier (Bild rechts die Porta Nigra). 

Diokletian ordnete die Provinzen neu und fasste sie in Diözesen zusammen. Germania Inferior blieb weitgehend unverändert, nur der Name änderte sich in Germania Secunda, Germania Superior wurde aufgeteilt: der Teil nördlich von Argentorate/Straßburg blieb und hieß nun Germania Prima, der andere Teil kam zu einer neuen Provinz Sequania. Alle germanischen Provinzen gehörten zur Diözese Gallien.

Die Vier-Männer-Herrschaft hatte keinen Bestand. Schon Kaiser Konstantin (306-337) setzte sich in einem blutigen Machtkampf gegen seine Mitkaiser durch. Der Legende nach hatte ihm der Christengott 313 an der Milvischen Brücke den Sieg geschenkt; unter seiner Herrschaft wurde das unter Diokletian noch verfolgte Christentum eine anerkannte, ja sogar privilegierte Religion, wenn auch noch keine Staatsreligion. Konstantin selbst hat es nicht gelebt; wie so viele andere Kaiser war auch er ein Gewaltmensch, der sogar Konkurrenten in der eigenen Familie beseitigen ließ. Eng verbunden mit Konstantin ist seine neue Hauptstadt, Konstantinopel am Bosporus.

An der Rheingrenze entstand wieder eine durchgehende Grenzbefestigung, auch im Hinterland waren Kavallerieeinheiten stationiert. In Köln-Deutz wurde um 310 das Kastell Deutz (castellum divitia) gebaut, und die erste feste Rheinbrücke, damals noch aus Holz, verband das Kastell mit der Stadt.

Der erste namentlich bekannte Kölner Bischof

In jener Zeit amtierte der erste bekannte Kölner Bischof Maternus (313). Damals lebten ungefähr 20.000 Menschen in der Römerstadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium und ihrer Umgebung. Die Funde der Archäologen belegen, dass die Region schon damals weltoffen war: Neben den Römern und ihren Göttern gab es eine christliche Gemeinde, eine jüdische, und auch Menschen, die an Isis und Mithras glaubten.

Kampf um das Bonner Legionslager

Während im Römischen Reich nach dem Tod Konstantins 337 wieder ein blutiger Machtkampf ausbrach, drangen die Alamannen und Franken erneut über den Rhein. Um 350 hatten die Alamannen große Teile Ostgalliens erobert,  353 zerstörten die Franken das Bonner Legionslager, im Herbst 355 eroberten und plünderten sie Köln. Doch Konstantins Neffe Julian Apostata, Unterkaiser in Gallien und Befehlshaber des gallischen Heer, konnte sie nach heftigen Kämpfen über den Rhein zurückdrängen. Er eroberte Köln zurück und ließ das Bonner Lager neu aufbauen und befestigen. Wenig später wurde er Kaiser (361-363). Seinen Beinamen "der Abtrünnige" bekam er, weil er das Christentum zurückdrängen und das Heidentum stärken wollte; doch hat er andere Glaubensrichtungen nie verfolgen lassen. Julian starb auf einem Feldzug gegen die Sassaniden; alle nachfolgenden Kaiser waren Christen.

In jener Zeit gestattete Rom den Franken, sich in Toxandrien, dem heutigen Belgien, anzusiedeln. Immer mehr Franken kamen, und schließlich waren sie die größte ethnische Gruppe. Es war ein friedlicher Übergang, und zahlreiche Franken dienten in der Römischen Armee. Die meisten Franken sprachen weiter ihre Sprache, das Latein verschwand schließlich. Damals entstand die Sprachgrenze, die noch das heutige Belgien trennt.

Hunnen und Westgoten. Der Beginn der Völkerwanderung

Die Grenzen des Römischen Weltreich waren ständig gefährdet. Die Rhein- und Donaugrenze konnte Kaiser Valentinian I. (364-375) halten; doch aus dem Osten drohte große Gefahr: In den 370er Jahren fielen die Hunnen aus Zentralasien in die damals bekannte Welt ein.  Ihrer brutalen Kriegführung hatten die Völker nichts entgegenzusetzen.  Die besiegten Völker mussten Heerfolge leisten, die anderen flohen um ihr Leben und suchten Schutz im Römischen Reich, so auch die Westgoten unter ihrem Anführer Alarich. Kurz darauf brachte sie eine Hungersnot zur Revolte. In der Schlacht von Adrianopel 378 wurden die kaiserlichen Truppe vernichtend geschlagen; viele erfahrene Offiziere und der Mitkaiser im Osten Valens (364-378) fielen. 

Sein Nachfolger Theodosius I. (379-395) schloss 382 einen Vertrag mit den Goten: Sie durften sich auf dem Gebiet des Römischen Reich ansiedeln und blieben autonom, dafür sollten sie als Verbündete (foederati) das römische Heer verstärken. Mehrfach focht der Kaiser Thronkämpfe im Westen aus, und stets waren die Verluste bei den westgotischen Hilfstruppen besonders hoch. Als die Goten nach dem Tod des Kaisers 390 endlich zurückkehren durften, fanden sie ihre Siedlungsgebiete von den Hunnen zerstört vor. Unter ihren Anführer Alarich zogen sie nach Konstantinopel, um einen neuen Vertrag zu fordern.

Reichsteilung

Nach Theodosius' Tod 395 teilten seine Söhne das Reich unter sich auf: Honorius regierte im Weströmischen, Arcadius im Oströmischen Reich. Diese Reichsteilung sollte eine endgültig sein, und schon bald entwickelten sich die beiden Reichsteile auseinander. Im Oströmischen Reich begann eine Periode relativen Friedens und wirtschaftlichen Aufschwungs. Zudem gelang es den Kaisern im Osten, die Macht germanischer und anderer nicht-römischer Heermeister (Oberbefehlshaber) zu brechen. Anders im Westen. Nun lebten "Barbaren" (Nichtrömer) innerhalb des Imperiums; sie siedelten, bestellten ihre Felder und verteidigten im Kriegsfall ihr Land. Die Römer hofften wohl, dass die Germanen ihre neue Heimat entschiedener verteidigen würden als ein Söldnerheer, doch nahmen sie dabei in Kauf, dass ihr Heer zunehmend aus Fremden bestand. Auch die Heermeister waren überwiegend Germanen. Spätestens im 5. Jahrhundert waren sie die starken Männer im Weströmischen Reich.

Der Zusammenbruch der Rheingrenze

Alarich und seine Westgoten hatten im Ostreich keinen Frieden gefunden und waren durch den Balkanraum ins Westreich gezogen;  401/402 standen sie in Italien.  Kaiser Honorius zog mit seinem Hof nach Ravenna, das als uneinnehmbar galt. Sein Heermeister Stilicho, ein Vandale, konnte die Goten besiegen. Doch schon 405/406 fiel ein ein weiteres Heer unter dem Goten Radagaisus in Italien ein, und auch Alarich und seine Truppen standen weiter an der Grenze Italiens. In dieser Notsituation zogen die Römer Truppen von der Rhein ab - eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen.

Um 406/407 überquerten Tausende Vandalen, Sueben und Alanen bei Mogontiacum/Mainz den zugefrorenen Rhein, überrannten die romtreuen Franken auf der linken Rheinseite und drangen bis tief nach Gallien ein. Zugleich hatten in Britannien die Truppen ihren General Constantinus III. zum Gegenkaiser erhoben und setzen auf den Kontinent über. Heermeister Stilicho suchte den Ausgleich mit Alarich und den Westgoten, vielleicht sogar Waffenhilfe; doch 408 wurde Stilicho ermordet. Kaiser Honorius weigerte sich zu verhandeln. Schließlich sah Alarich nur noch einen Weg: am 24. Oktober 410 eroberten die Westgoten Rom. Die römische Welt war geschockt. Für lange Jahre herrschten Anarchie und Not in Gallien. Die eingefallenen Vandalen, Sueben und Alanen verwüsteten ganze Landstriche, und die andauernden Kriege verheerten das Land noch mehr. Römer kämpften gegen Römer um die Macht, Westgoten gegen Vandalen und andere Germanen, und Römer gegen Barbaren. Erst 418 fand sich der Kaiser bereit, den Westgoten Siedlungsland im heutigen Südfrankreich und Nordspanien zu geben und sie als römische Verbündete anzuerkennen.

Aëtius, Attila und die Schlacht auf den Katalaunischen Feldern

Zu Beginn des 5. Jahrhunderts lebten die Franken auf der rechten und linken Rheinseite: die salischen Franken in Nordbrabant, dem Gebiet um Tournai, Cambrai und Arras; die rheinischen Franken im Gebiet von Köln, Xanten, Nimwegen und Maastricht. Fränkische Scharen erstürmten Köln. 440 wurde die Stadt von den Römern  zurückerobert. 446 fielen die Franken wieder ein. Noch einmal konnte der römische Heermeister  Aegidius sie zurückzudrängen, doch das Ende der Römerherrschaft in Nordgallien und in Germania Secunda zeichnete sich ab.

Eine letzte mächtige Gestalt auf Seiten der Römer war der Heermeister Flavius Aëtius (390-454). In seiner Jugend hatte er als Geisel bei den Hunnen gelebt, und auch danach gute Beziehungen zu ihnen gepflegt; als Heermeister hatte er auch hunnische Truppen unter seinem Befehl – beide zusammen zerstörten  436 das Burgunderreich um Worms (das Thema der Nibelungensage). Attila gebot über ein Riesenreich von der Wolga bis an den Rhein; die meisten rechtsrheinischen Germanenstämme waren ihm  zur Heerfolge verpflichtet; der öströmische Kaiser in Konstantinopel und der weströmische Kaiser in Ravenna zahlte im Tribute. Doch dann kam es zum Zerwürfnis zwischen den Hunnen und dem Weströmischen Reich, zwischen Aëtius und Attila. Der  Legende nach hatte die kaiserliche Prinzessin Honoria Attila die Ehe angeboten. Schließlich entschloss sich Attila zu einem Feldzug gegen das Weströmische Reich. Im Frühjahr 451 standen hunnischen Truppen am Rhein. Die Alamannen bekämpften sie, die rechtsrheinischen Franken unterwarfen sich und mussten fortan als Hilfstruppen mit Attilas Heer ziehen. Auf ihrem Weg nach Gallien eroberten und zerstörten die Hunnen viele Städte.

Auf den Katalaunischen Feldern, die heute nahe bei Chalons-en-Champagne oder Troyes vermutet werden, trafen die beiden Heere aufeinander. Auf beiden Seiten standen sich – zum Teil erzwungene - Koalitionen gegenüber. Nur etwa die Hälfte der Soldaten in Attilas Streitmacht waren Hunnen, die andere Hälfte waren  Ostgoten, Gepiden, Burgunder und  rechtsrheinischen Franken. In Aëtius' Heer stellten die Westgoten die Hälfte der Soldaten, die andere Hälfte waren Weströmer, Franken, Burgunder und Alanen. In der Schlacht kämpften Ostgoten gegen Westgoten, rechtsrheinische gegen linksrheinische Franken - der Westgotenkönig fiel, nachdem ein Pfeil eines Ostgoten ihn getroffen hatte.  Aetius und seine Verbündeten siegten, Attila zog sich aus Gallien zurück und kurz nach seinem Tod 453 brach das Hunnenreich auseinander. Aëtius überlebte ihn nicht lange. 454 ließ Kaiser Valentinian III. ihn umbringen, wenig später wurde der Kaiser selbst deswegen ermordet.

Das Ende der römischen Herrschaft im Rheinland

Ein Jahr später, 455, wurde Köln endgültig von den Franken erobert. Im selben Jahr eroberten und plünderten die Vandalen Rom, das weströmische Reich vollends auseinander. 476 schließlich wurde der letzte Kaiser Westroms, Romulus Augustulus, von dem  Germanen Odoaker abgesetzt. Die römische Herrschaft im Rheinland war vorbei; um 475 war auch die lateinische Sprache verschwunden.

 

Bild- und Quellennachweis

Den Bildnachweis zu lizenzierten Fotos zum Kapitel "Römer und Germanen"  finden Sie auf der Startseite Römer und Germanen.  Bilder aus der Public Domain Section sind im Bild und Quellennachweis  erwähnt.

Erwähnte Orte


Rhein