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Frühmittelalter (450-919) |
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In der Merowingerzeit entstanden viele Dörfer rund um das Siebengebirge, deren Namen viel erzählen. So enden die Namen der ältesten Dörfer auf "-heim" oder "-dorf", neuere Gründungen auf "-hofen" und "-inghoven". Als eine der ersten Siedlungen um das Siebengebirge entstand in merowingischer Zeit Niederdollendorf, dort wurde eine fränkische Grabstele aus dem 7. Jahrhundert gefunden. Endungen wie "-rott" oder "-roth" finden sich bei Dörfern im Bergbereich, die erst nach Rodung der Wälder entstanden. Dorfnamen auf "-berg" weisen ebenfalls auf Dörfer im Bergbereich hin. Dorfnamen auf "-bach" bezeichnen ein Dorf, das an einem Bach gebaut wurde. Auch der Name von Bächen findet sich in Ortsnamen wieder, z.B. der Pleisbach im Namen "Oberpleis". Auch das Pleistal, das Gebiet des heutigen Oberpleis, war bereits in merowingischer Zeit besiedelt. Um 700 entstand in Oberpleis der Fronhof, heute Propsteihof. Heidnische und christliche Glaubensvorstellungen vermischen sich. Diese Vermischung sieht man gut an dem Grabstein von Niederdollendorf (Rheinisches Landesmuseum Bonn). Auch das Totschlagen von Geistlichen blieb an der Tagesordnung. Der Auelgau ist urkundlich ab 832 belegt. Oberpleis, damals Pleisa, ab 859. In eine Urkunde von 893 wurde ein Ort namens "vintre" genannt. Dieser Name ist vom lateinischen Wort für Weinbau abgleitet; vermutlich wurde schon damals Wein im Siebengebirge angebaut. In spätkarolingischer Zeit entstanden auch Oberdollendorf und Römlinghoven, dazu 895 Stieldorp, 922 Idubag, 925 Ruzindorp, 948 Quirrenbach, 966 Dullendorp. |
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