"Wer einst hier angesiedelt wurde, für den ist dies das Vaterland", so zitierte der römische Historiker Tacitus die Ubier. In der Tat sind in den letzten gut 2000 Jahren Menschen zahlreicher Nationalitäten an den Rhein gekommen: Kelten, Germanen, Römer, Franzosen, Preußen, um nur einige zu nennen. Deshalb ist die Geschichte unserer Region auch ein Stückchen deutsche und europäische Geschichte
- und das von der Steinzeit bis heute.
Während der Römerzeit war der Rhein die Grenze zwischen dem Römischen Reich und dem freien Germanien. Im Mittelalter verlief die Front zwischen den regionalen Mächten, den Erzbischöfen von Köln, den Grafen von Sayn und den Grafen von Berg, mitten durch das Siebengebirge. Damals entstanden die Burgen auf der
Wolkenburg, dem Drachenfels, der
Löwenburg und der Rosenau, dazu
Kloster Heisterbach. Mehr dazu auf der
Themenseite Mittelalter im Siebengebirge.
In der frühen Neuzeit machte
Preußen immer wieder seinen Anspruch auf das Herzogtum Berg geltend.
Dann, zur Franzosenzeit, wurde der Rhein wieder die Grenze, und das Herzogtum Berg ein französische Modellstaat mit Napoleon höchstselbst an der Spitze! 1815 begann die lange Zeit der
Preußischen Rheinprovinz. Als Bürger des Staates Preußen erlebten die Rheinländer die Gründung des
Kaiserreiches, die Katastrophe des Ersten Weltkriegs und die
Weimarer Republik, als es Bestrebungen "Los von Berlin" gab mit dem Ziel, eine
"Rheinische Republik" zu gründen. Schließlich Tod und Zerstörung im
Zweiten Weltkrieg, und der
Neuanfang mit dem Petersberger Abkommen und der heutigen Bundesstadt Bonn.
In diesen Kapiteln zur Geschichte des Siebengebirges werden Sie auf bekannte Personen treffen:
Rainald von Dassel, Kanzler Friedrich Barbarossas und Kölner Erzbischof, zu dessen Zeit die Burg auf dem Drachenfels gebaut wurde;
Friedrich Wilhelm III. von Preußen, dessen Entscheidung gegen die Steinbrecher uns den Drachenfels erhielt, und
Konrad Adenauer, den ersten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland.
Dann ist die Rede von Menschen, die weniger bekannt sind:
Graf Heinrich III. von Sayn, Herr der Löwenburg, der dem Scheiterhaufen entkam,
Doktor Weyer, Leibarzt des Herzogs von Berg, der dem Wahnsinn der Hexenprozesse entgegentrat, und die
tapferen Brandenburger Soldaten Friedrichs I., die im
Pfälzischen Erbfolgekrieg weitere Zerstörungen durch die Söldner Ludwigs XIV. verhinderten.
Weniger bekannt ist auch, dass seit der frühen Neuzeit viele Menschen ihre
geliebte Heimat verließen, weil sie Hunger und Not litten oder verfolgt wurden.
Von ihnen erzählt die Geschichte "Zuhause am Rhein und in Amerika -
Familiengeschichten Deutscher Auswanderer".
Für Eilige gibt es hier eine tabellerische Übersicht
zur Geschichte des Siebengebirges. Viele Texte stehen Ihnen auch im
pdf-Format zur Verfügung (die Sammlung ist
noch nicht vollständig).
Die nachfolgend aufgeführten Fotos stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation
Adenauers Mercedes-Benz im Haus der Geschichte, Bonn Urheber
Das Bild Französische Soldaten auf Ehrenbreitstein, Koblenz, stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Creative Commons Lizenz 3.0.
Es wurde im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Bundesarchiv und Wikimedia Deutschland aus dem Bundesarchiv für Wikimedia Commons
zur Verfügung gestellt. Bundesarchiv, Bild 102-08810 / unbekannt / CC-BY-SA.
Bilder aus der Public Domain Section der Wikipedia sind im Bild- und Quellennachweis
erwähnt.