Zum Einstieg – Glaubensspaltung

Hogenberg, Belagerung von Königswinter
Hogenberg, Belagerung von Königswinter

Reich und Region, Anfang des 16. Jahrhunderts. Seit dem Ende des Spätmittelalters gehören große Teile unsere Region zum Herzogtum Berg. Herzog Wilhelm V. (1539-92) ist ein aufgeschlossener Katholik. Unter dem Schutz des Herzogs kann sein Leibarzt Dr. Johannes Weyer über das schreiende Unrecht und die Grausamkeiten der Hexenprozesse schreiben; sein Buch „Über die Blendwerke der Dämonen, Zauberer und Giftmischer“ ist ein Schlag gegen den „Hexenhammer“ von 1487.

Weltmacht Habsburg

Zu Beginn der Neuzeit sind die Habsburger eine europäische Großmacht. Durch Kaiser Maximilians Ehe mit seiner geliebten Maria von Burgund sind das spätmittelalterliche Burgund (Niederlande, Belgien, Südostfrankreich) und die reichen Niederlande an die Habsburger gefallen. Ihre Kinder haben ins spanische Königshaus geheiratet; Ehen ins jagiellonische Königshaus haben Habsburg die Kronen von Ungarn und Böhmen eingebracht.

Nach dem Tod Maximilians I. 1519 fallen die Habsburger-Gebiete in Österreich, die zum Reich gehörten, an seinen Enkel Karl gefallen. Seit 1516 ist er König von Spanien. Dank der legendären Finanzhilfe durch die Fugger wird er 1519 zum Kaiser Karl V. gewählt. Bald ist Karl V. einer der mächtigsten Männer seiner Zeit und regiert über ein Weltreich, in dem „die Sonne nicht untergeht“. 1521 zerschlägt Cortés das Azteken-Reich, 1532 Pizarro das Inka-Reich. Er ist der einzige Habsburger-Kaiser, der, wenigstens für einige Jahre, alle Habsburger-Macht in seiner Hand vereinigt.

 

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