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Preußische Rheinprovinz

Was hatten denn die Preußen am Rhein verloren? Nun, das hat sich König Friedrich Wilhelm III. von Preußen vielleicht auch gefragt, als der Wiener Kongress 1814/1815 nicht wie erhofft Sachsen, sondern das Rheinland und Westfalen zusprach. Am 5. April 1815 wurde es dann amtlich: Friedrich Wilhelm III., vertreten durch General von Gneisenau und den Oberpräsidenten, nahm seine neuen Gebiete in Besitz. Das Rheinland, und mit ihm das Siebengebirge, gehörte nun zu Preußen.

Auf Friedrich Wilhelm III. folgte 1840 sein Sohn Friedrich Wilhelm IV., nach dessen schwerer Erkrankung übernahm sein Bruder Wilhelm I. zunächst als Regent, dann 1861 als König die Herrschaft. Als Bürger des Staates Preußen erlebten die Rheinländer die Gründung des Kaiserreiches unter Wilhelm I. und seinem "Eisernen Kanzler" Otto von Bismarck, die Zeit Wilhelms II. und am Ende die Katastrophe des Ersten Weltkriegs und die Novemberrevolution.

Friedrich Wilhelm IV., der "Romantiker auf dem Thron", mochte das Rheintal und war oft hier. Seinem Engagement verdanken wir, dass König Friedrich Wilhelm III. schließlich 10.000 Taler für den Drachenfels bewilligte, um die Drachenfelskuppe mit der Burgruine zu retten. Zuhause war er im Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci in Potsdam, daher die Idee zur Animation "1x Sanssouci-Drachenfels, Königsklasse". oben.

Doch bei aller Rheinromantik und kultureller Blüte war es eine Zeit bitterer Not. Trotz schwerster Arbeit waren viele Menschen nicht mehr in der Lage, den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien zu sichern. In jenen Jahrzehnten kam es zu ersten Massenauswanderungen in die USA. Die Geschichte "Zuhause am Rhein und in Amerika" erzählt auch von einer Familie aus dem Siebengebirge, die sich in Pennsylvania ein neues Leben aufbaut, der alten Heimat aber immer verbunden bleibt. Natürlich geht es auch um den Rheinländer Carl Schurz, der nach der gescheiterten Revolution in die USA floh und dort ein großer Staatsmann wurde.

Bild- und Quellenachweis

Die Bilder der Städte aus der Animation oben stammen von www.zeno.org, zenodat.
Bilder aus der aus der Public Domain Section der Wikipedia sind im Bild- und Quellennachweiserwähnt.