Weimarer Republik

Blick von Rolandswerth auf das Siebengebirge
Blick von Rolandswerth auf das Siebengebirge

Alliierte Rheinlandbesetzung, Konrad Adenauer, Separatisten und die „Schlacht im Siebengebirge“, Hyperinflation und das besetzte Ruhrgebiet – das sind wohl die meist verwendeten Schlagworte zu diesem Abschnitt unserer Geschichte.

Doch vieles ist fast vergessen. Das leitet über zu meinem besonderen Anliegen in diesem Kapitel. In der jüngeren rheinisch-preußischen und deutschen Geschichte liest man mit blutendem Herzen, wie wenig aufrechte Demokraten im Kaiserreich und in der Weimarer Republik galten, ganz zu schweigen vom Nationalsozialismus. Unter all den Jubiläen der letzten Jahre finden wir die Namen von Matthias Erzberger, Otto Braun, Carl Severing und Wilhelm Marx selten. Deshalb möchte ich sie als Einleitung zu diesem Kapitel, stellvertretend für alle demokratischen Politiker, mit Dank und Hochachtung erwähnen.

Revolutions- und Putschjahre

Die junge Weimarer Republik stand vor überwältigen Problemen, und die Extremisten von rechts gaben den Demokraten die Schuld daran. 

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Das Krisenjahr 1923

Wegen ausstehender Reparationen besetzten französische und belgische Soldaten das Ruhrgebiet, die Reichsregierung rief zum passiven Widerstand auf. Auch Königswinter und Bad Honnef wurden besetzt. Die Wirtschaft brach zusammen, der Wert der Mark sank ins Bodenlose. Im Westen schlugen die Separatisten los, in Sachsen und Thüringen die Kommunisten, in Bayern putschte Hitler. Ein Lichtblick am Ende des Jahres war die Einführung einer neuen Währung, der Rentenmark.

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Aufschwung und Stabilisierung

Wenige Jahre des Aufschwungs waren der Weimarer Republik vergönnt. Das waren die „goldenen“ zwanziger Jahre. Die Wirtschaft erholte sich langsam, und die Menschen konnten sich ein bisschen Normalität gönnen: Kino, Radrennbahn, Baden oder Ausflüge mit dem Auto. Auch die Menschen im besetzten Rheinland konnten etwas aufatmen: Die französischen Soldaten gaben Bonn und den Siebengebirgsraum frei.

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Die Republik zerfällt

Doch der Börsencrash in New York weitete sich schnell zur Weltwirtschaftskrise aus und riss die ganze nicht-sowjetische Welt in den Abgrund. In Deutschland führte die Weltwirtschaftkrise zu Massenarbeitslosigkeit und Verelendung. Die parlamentarische Republik zerbrach darüber, die Reichskanzler regierten mit Notverordnungen des Reichspräsidenten, der politische Kampf spielte sich mehr und mehr auf der Straße ab. Anfang der 1930er Jahre gab es eine Mehrheit für die Extremisten, im Januar 1933 ernannte Reichspräsident von Hindenburg Hitler zum Reichskanzler.

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„Ein Bollwerk der Demokratie“

Gustav Stresemann über den Freistaat Preußen

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