Absolutismus und Erbfolgekriege

Ludwig XIV. ließ viele Burgen am Rhein zerstören

Das Reich, zur Zeit des Absolutismus. Wenn die Großen Europas Kriege führten, wurden kleinere Staaten oft genug hineingezogen.

Unsere Landesherren

Die meisten Dörfer auf der rechten Rheinseite gehörten zum Herzogtum Berg, das mit dem Herzogtum Jülich auf der linken Rheinseite verbunden war. Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts war der Herzog von Berg auch Kurfürst von der Pfalz. Um 1700 regierte Johann Wilhelm, ein strenger Katholik. Auch wenn seine Untertanen am Niederrhein ihn durchaus mit Sympathie „Jan Wellem“ nannten, war er doch ein absolutistischer Herrscher, der keine andere Religion außer der katholischen duldete.

Die Städtchen Königswinter und Ittenbach mit den Bergen Drachenfels und Wolkenburg auf der rechten und große Ländereien auf der linken Rheinseite gehörten zum Erzbistum Köln. Seit dem Mittelalter waren die Erzbischöfe zugleich Kurfürsten des Reiches. Von 1583 bis 1761 stellten die bayrischen Wittelsbacher die Kölner Erzbischöfe; in ihrer Bonner Residenz hielten sie groß Hof.

Doch politisch oder gar militärisch gesehen gehörten beide Landesherren in die zweite Reihe, und wurden immer wieder in die Konflikte der Mächtigen hineingezogen.

Bonn um 1700
Bonn um 1700

Erbfolgekriege

In seinem Bestreben, die Vorherrschaft in Europa zu erlangen, zwang Ludwig XIV. seinen Nachbarländern immer wieder Kriege auf.  Im Pfälzischer Erbfolgekrieg (1688-97) wurde Bonn lange belagert und verwüstet, Königswinter und Rhöndorf gingen in Flammen auf.

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"Lange Kerls" in der Armee des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I.
„Lange Kerls“ in der Armee des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I.

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