Glaubensspaltung

Hogenberg, Belagerung von Königswinter
Hogenberg, Belagerung von Königswinter

Reich und Region, Anfang des 16. Jahrhunderts. Seit dem Ende des des Spätmittelalters gehörten große Teile unsere Region zum Herzogtum Berg.

Reformation

Die Reformation fand im Rheinland zunächst wenig Widerhall. Doch auch der Kölner Erzbischof Hermann von Wied sah, wie drängend Reformen waren, und rief schließlich Theologen der Reformation ins Land. Auch in unserer Region entstanden Lutheraner-, Täufer- und Calvinistengemeinden. Die Täufer aber wurden verfolgt, und auch das Bekenntnis zum Calvinismus war gefährlich.
Kaiser Karl V. bekämpfte die Reformation, doch die Kriege im Ausland banden viel von seiner Zeit und Kraft.

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Herzog Wilhelm von Berg und der Kaiser

Die Herzöge von Jülich-Kleve-Berg waren eine bedeutende Macht am Niederrhein.  Herzog Wilhelm V. (1539-92) war mit dem Kaiserhaus verschwägert; seine Schwester Anna von Kleve wurde die vierte Ehefrau Heinrichs VIII. von England – diejenige, an der Heinrich so wenig Gefallen fand, dass er die Ehe gleich annullieren ließ.

Doch 1543 erhob Herzog Wilhelm Anspruch auf die Stadt Geldern. Wäre ihm auch dieses Gebiet noch zufallen, wäre Jülich-Cleve-Berg eine bedeutende Regionalmacht geworden. Damit kam er dem Kaiser in die Quere.

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Calvinisten und Täufer im Rheinland

Kaiser Karl V. hatte letztendlich verloren, sein Nachfolger Ferdinand I. schloss mit den Fürsten den Augsburger Religionsfrieden. Doch nur das lutherische Bekenntnis wurde als dem katholischen gleichberechtigt anerkannt, nicht das reformierte nach Calvin. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts finden wir ein erneutes Ansteigen der Reformation. Doch nun war sie weniger von den Ideen Martin Luthers, als vielmehr von denen Jean Calvins und des Täufertums geprägt.

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Truchsessischer Krieg

Nach dem Augsburger Religionsfrieden von 1555 konnte ein katholischer geistlicher Würdenträger, z.B ein Erzbischof, selbst durchaus Protestant werden kann – sein erzbischöflicher Besitz aber musste bei der katholischen Kirche verbleiben.

In Köln sagte sich Erzbischof Gebhard I. Truchsess von Waldburg 1582 von der katholischen Kirche los, verkündete Glaubensfreiheit und heiratete eine Protestantin. Seine n Besitz als Erzbischof aufgeben. Dazu aber war er erzbischöflichen Besitz aber gab er nicht zurück. Das Domkapitel wählte einen Gegen-Erzbischof. Beide Seiten machten mobil, es kam zum Krieg, fremde Truppen kamen ins Land.

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Dreißigjähriger Krieg

Auf den Prager Fenstersturz vom 23. Mai 1618 folgte ein fürchterlicher Krieg. Schon bald ging es nicht mehr um einen Glaubenskrieg innerhalb Deutschlands, sondern um die Vorherrschaft in Europa. Es waren Schreckensjahre. Überall wurde gekämpft, geplündert und gebrandschatzt. 1632/33 wurden die Burgen auf dem Drachenfels und der Löwenburg erobert und zerstört.

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