Löwenburg

Burgruine Löwenburg
Burgruine Löwenburg

Die Löwenburg, einer der „klassischen“ sieben Berge,  ist auf dem Stadtgebiet von Bad Honnef. Der steile Aufstieg zur Burgruine Löwenburg mag Sie ins Schwitzen bringen, aber er lohnt sich. Von oben haben Sie eine herrliche Aussicht auf das Rheintal und die anderen Berge. Man fühlt sich fast wie ein Burgherr..

Erleben Sie einmal oben auf der Löwenburg, wie der Nebel sich lichtet, oder die Blumenpracht von Löwenzahn und Rainfarn im Frühling und Sommer.

Auch an kalten Tagen ist ein Besuch auf der Löwenburg ein Ereignis, sofern der Weg nach oben nicht vereist ist. Unwillkürlich ist man dankbar für das eigene feste Schuhwerk und die winddichte Kleidung. Die einfachen Menschen im Mittelalter hatten all dies nicht, und der Winter auf der Burg, wo der Wind durch die Ritzen pfiff und es fast nie richtig warm wurde, muss für die Bewohner hart gewesen sein.

Burg Löwenburg

Die Ruine der mittelalterlichen Burg gleichen Namens können Sie besichtigen. Um 1200 wurde sie von den Grafen von Sayn erbaut. Gemeinsam mit der Burg Blankenberg oberhalb des Siegtals sicherte sie Saynisches Territorium.

In jenen Jahren wurde das Rheinland durch den Thronkrieg zwischen Otto IV. von Braunschweig und Philipp von Schwaben schwer heimgesucht. Eine erbitterte Fehde tobte zwischen den Grafen von Sayn, Gefolgsleuten Ottos, und Dietrich von Landsberg, einem Anhänger der Staufer. Erst durch die Ehe zwischen Graf Heinrich III. von Sayn und Mechthild von Landsberg beendete die Fehde.

Der Burgherr, Graf Heinrich III. von Sayn

Graf Heinrich III. von Sayn war ein hochgeachteter Fürst, der mit der Kaiser Otto IV., König König Heinrich (VII.) und Kaiser Friedrich II. in Kontakt stand. Und doch wurde er der Ketzerei angeklagt und wäre beinahe auf dem Scheiterhaufen gestorben. Auf der Seite Eine Mauer im Haus des Herrn finden Sie mehr dazu.

Erbstreitigkeiten im Spätmittelalter

Der Tod Heinrichs III. von Sayn in der Silvesternacht 1246/47 war ein tiefer Einschnitt; seine Nachfolger konnten diese herausragende Stellung nicht halten. Das ganze Spätmittelalter hindurch gab es immer wieder Streit um die Löwenburg und sie ging durch viele Hände, bis sie schließlich 1484 endgültig an das Herzogtum Berg fiel.

Im 15. und 16. Jahrhundert war die Burg kaum noch befestigt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie zerstört und dann aufgegeben.

Löwenburg und Bad Honnef

Doch Löwenburg und Bad Honnef, die Verbindung gibt es heute noch im Stadtwappen von Bad Honnef.

Märchen von der Löwenburg

Die Burg auf der Löwenburg entstand im Hochmittelalter zur Zeit des Thronkriegs. Der Burgherr, Graf Heinrich III. von Sayn, war ein mächtiger Mann. Im Kapitel Ritter auf der Löwenburg geht es um die Abenteuer seines treuen Ritters Brexger, seiner Familie und seines besten Freundes, dem Erddrachen Siefnir. Sie alle spielen im Hochmittel zur Zeit Ottos IV. und Friedrichs II: Ottos Mantel, Marguerite von der Löwenburg, Drachen, Esel und Sänger  und Bianca von der Rosenau.

Das Mädchen von der Löwenburg ist eine traditionelle Sage.

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