Naturpark

Siebengebirge Natur, Wegweiser ins Tretschbachtal
Wegweiser ins Tretschbachtal

In diesem Kapitel geht es um den Naturpark Siebengebirge, heimische Bäume, Blumen und ein bisschen Erdgeschichte.

Wir sind in einem der ältesten Naturschutzgebiete in Deutschland. Hören Sie die Vögel singen? Wanderer genießen die abwechslungsreiche Landschaft, und viele gefährdete Tiere und Pflanzen sind hier zuhause.

Vielleicht war der legendäre Mönch vpn Heisterbach  ja in der Naturwaldzelle am Nonnenstromberg oder im Tretschbachtal angekommen. Nirgends hört man die Vögel so schön singen wie hier. Ein bisschen davon möchte ich Ihnen auf den folgenden Seiten zeigen, als Einladung zur einer Wanderung durch das Siebengebirge.

Eines der ältesten Naturschutzgebiete

Das Siebengebirge ist eines der ältesten Naturschutzgebiete in Deutschland.

Gehen wir kurz zurück zum Anfang der 1920er Jahre. Damals gehörte das Rheinland zu Preußen, zum demokratischen Freistaat Preußen in der Weimarer Republik. Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg und dem Versailler Friedensvertrag hatten die Alliierten große Teile des Rheinlands besetzt.

Die Weimarer Verfassung von 1919 schrieb den Naturschutz als Aufgabe des Staates fest. So erließ Preußen 1920 eine Ermächtigung für die Ausweisung von Naturschutzgebieten. Am 7. Juni 1922 wurde das Siebengebirge als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Mit etwa 4200 Hektar reichte es vom Ennert bis zur Südgrenze des Regierungsbezirks Köln am Breitbacher Graben. Danach dauerte es noch einige Monate, bis die Alliierte Rheinlandkomission die Verfügung bestätigte. Am 20. Januar 1923 trat sie in Kraft.

1958 erhielt das Siebengebirge den Status als Naturpark, 1971 wurde es mit dem Europadiplom ausgezeichnet.

Flora und Fauna

Heute haben wir eine abwechslungsreiche Landschaft und eine artenreiche Flora und Fauna; viele gefährdete Tiere und Pflanzen sind hier zuhause. Der Feuersalamander zählt neben den Drachenfels-Eseln zu den Wahrzeichen des Siebengebirges. Am Rhein sehen Sie Lachmöven. Wenn wenn man ganz viel Glück hat, hört man im Wald eine Nachtigall, oder ein Eisvogel fliegt an einem vorbei. Die Ofenkaulen sind heute ein Winterquartier für Fledermäuse.

Steinbrüche und VVS

Dabei hat das Siebengebirge eine wechselvolle, ja dramatische Geschichte hinter sich. Auf alten Bildern können Sie die Wunden sehen, die der Steinbruch geschlagen hatte. Dass es heute ein so wundervoller Ort ist, verdanken wir der engagierten Arbeit des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge (VVS).

Vulkanischer Ursprung

Zudem gibt es eine Seite über den vulkanischen Ursprung des Siebengebirges und Fotos vom Buchenplatz am Ölbergringweg, wo sie Gesteine aus dem Siebengebirge sehen können. Viel mehr zu Vulkanismus im Siebengebirge und Gesteinskunde sehen Sie im Siebengebirgsmuseum und im Naturparkhaus des VVS.

Siefen

Kannten die Dinosaurier das Siebengebirge?

Schließlich noch ein bisschen Erdgeschichte. 30 Millionen Jahre ist das Siebengebirge jetzt alt. Für uns Menschen ist das ein unvorstellbar großer Zeitraum, doch für die Erdgeschichte ist es ein Wimpernschlag.

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