Naturpark Siebengebirge

In diesem Kapitel geht es um den Naturpark Siebengebirge, heimische Bäume, Blumen und ein bisschen Erdgeschichte.

Wir sind in einem der ältesten Naturschutzgebiete in Deutschland. Hören Sie die Vögel singen? Wanderer genießen die abwechslungsreiche Landschaft und die Siefen, die tief eingeschnittenen feuchten Täler, von denen es im Siebengebirge viele gibt. Vielleicht haben sie ihm sogar seinen seinen Namen gegeben.

Ofenkaulen, Haupteingang zur stillgelegten Mine
Ofenkaulen

Flora und Fauna

Viele gefährdete Tiere und Pflanzen sind hier zuhause. Neben den Drachenfels-Eseln zählt der Feuersalamander zu den „Wahrzeichen“ des Siebengebirges. Wenn wenn man ganz viel Glück hat, hört man im Wald eine Nachtigall, oder ein Eisvogel fliegt an einem vorbei. Die Ofenkaulen, wo einst untertage Tuffstein abgebaut wurde, sind heute ein Winterquartier für Fledermäuse. Wenn Sie aus dem Naturschutzgebiet Richtung Rhein gehen, hören Sie schon von weitem die Lachmöven.

Steinbrüche und VVS

Dabei hat das Siebengebirge eine wechselvolle, ja dramatische Geschichte hinter sich. Auf alten Bildern sieht man die Wunden, die der Steinbruch geschlagen hatte. Dass es heute ein so wundervoller Ort ist, verdanken wir der engagierten Arbeit des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge (VVS).

Vulkanischer Ursprung

Schließlich noch ein bisschen Erdgeschichte. Das Siebengebirge ist vulkanischen Ursprungs, und es ist rund 30 Millionen Jahre alt.

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30 Millionen Jahre .. für uns Menschen ist das ein unvorstellbar großer Zeitraum, doch für die Erdgeschichte ist es ein Wimpernschlag. Da kann man schon einmal fragen:

Kannten die Dinosaurier das Siebengebirge?

Siebengebirge, von Rolandseck

Eines der ältesten Naturschutzgebiete

Das Siebengebirge ist nach dem Neanderthal (1921) und der Lüneburger Heide (1921) das drittälteste Naturschutzgebiet in Deutschland.

Damals gehörte das Rheinland zum Freistaat Preußen in der Weimarer Republik. Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg und dem Versailler Friedensvertrag hielten die Alliierten große Teile des Rheinlands besetzt. Die Weimarer Verfassung von 1919 schrieb den Naturschutz als Aufgabe des Staates fest. So erließ Preußen 1920 eine Ermächtigung für die Ausweisung von Naturschutzgebieten. Am 7. Juni 1922 wurde das Siebengebirge als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Mit etwa 4200 Hektar reichte es vom Ennert bis zur Südgrenze des Regierungsbezirks Köln am Breitbacher Graben. Danach dauerte es noch einige Monate, bis die Alliierte Rheinlandkomission die Verfügung bestätigte. Am 20. Januar 1923 trat sie in Kraft.

1958 erhielt das Siebengebirge den Status als Naturpark nach dem Bundesnaturgeschutzgesetz.

Am 15. Oktober 1971 wurde dem Siebengebirge das Europäische Diplom für geschützte Gebiete verliehen. Am Weilberg steht der Gedenkstein. Dieses Diplom vergibt der Europarat, es soll die biologische, geologische und landschaftliche Vielfalt sichern. Seit 1999 heißt es „Europäisches Diplom für geschützte Gebiete“.

Zum Weiterforschen
Viel mehr zu Vulkanismus im Siebengebirge und Gesteinskunde sehen Sie im Siebengebirgsmuseum und im Naturparkhaus des VVS.

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