Unterwegs mit Rittern und Drachen

Und doch … die älteren Grafen von Sayn waren Ritter, ebenso wie ihr König Otto IV. Ich bin sicher, dass es ritterliches Leben damals gegeben hat, wenn auch nicht im Fünf-Sterne-Ausmaß. Auch wenn es auf der Löwenburg eher bescheiden zugegangen sein dürfte, da standen Burg Blankenburg und die Stammburg Sayn im Vordergrund. Wie könnte es auch sein in Jahrzehnten, die von andauernden Feldzügen geprägt waren. Den jahrzehntelangen Thronkriegen, und dann dem Bangen um den Grafen, als er 1218/20 mit anderen rheinischen Kreuzrittern nach Palästina zog.

Später, zur Zeit Friedrichs II., tobte die Inquisition in Deutschland. Die Gesetze des Kaisers selbst hatten eine schlimme Wendung gebracht. Sogar Graf Heinrich III. von Sayn wurde angeklagt, was damals einem Todesurteil gleichkam. Doch der mächtige Graf schaffte es, seinen Prozess der außenordentlichen Gerichtsbarkeit des Inquisitors zu entziehen, das rettete ihn. Eine Mauer im Haus des Herrn berichtet darüber.

Heute sind die Burgruinen Ausflugsziele, und es fällt ein bisschen schwer, sich die Zeit damals vorzustellen. Dichter Wald bedeckte unsere Region, an nebligen Tagen wird man kaum die Hand vor den Augen gesehen haben. Es gab kaum Wegweiser und schon gar keine Ausflugslokale. Leider wissen wir nicht viel über die Zeit der Burgen, das Hoch- und Spätmittelalter, in unserer Region. Die politischen Ereignisse im Heiligen Römischen Reich sind gut dokumentiert, auch die im Kölner Erzstift, aber abgesehen vielleicht vom Drachenfels standen unsere Burgen, so sehr ich sie liebe, doch eher am Rande.

Heute sind die Burgruinen Ausflugsziele, und es fällt ein bisschen schwer, sich die Zeit damals vorzustellen. Dichter Wald bedeckte unsere Region, an nebligen Tagen wird man kaum die Hand vor den Augen gesehen haben.

Burg Löwenburg

Von der Löwenburg der Grafen von Sayn im Hochmittelalter wissen wir schon weniger. Die Zeit der älteren Grafen von Sayn in unserer Region ist recht gut dokumentiert, aber da geht es vor allem um Burg Blankenberg oberhalb der Sieg und die Stammburg Sayn über Bendorf. Die Löwenburg war eher im Randgebiet, wo der Graf und Mechthild selten hinkamen, auch wenn sie Mechthilds Witwengut wurde.

Und doch … die älteren Grafen von Sayn waren Ritter, ebenso wie ihr König Otto IV. Ich bin sicher, dass es ritterliches Leben damals gegeben hat, wenn auch nicht im Fünf-Sterne-Ausmaß. Auch wenn es auf der Löwenburg eher bescheiden zugegangen sein dürfte, da standen Burg Blankenburg und die Stammburg Sayn im Vordergrund. Wie könnte es auch sein in Jahrzehnten, die von andauernden Feldzügen geprägt waren. Den jahrzehntelangen Thronkriegen, und dann dem Bangen um den Grafen, als er 1218/20 mit anderen rheinischen Kreuzrittern nach Palästina zog.

Später, zur Zeit Friedrichs II., tobte die Inquisition in Deutschland. Die Gesetze des Kaisers selbst hatten eine schlimme Wendung gebracht. Sogar Graf Heinrich III. von Sayn wurde angeklagt, was damals einem Todesurteil gleichkam. Doch der mächtige Graf schaffte es, seinen Prozess der außenordentlichen Gerichtsbarkeit des Inquisitors zu entziehen, das rettete ihn. Eine Mauer im Haus des Herrn berichtet darüber.

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