Die Zeit der Burgen und Rheinzölle

Astudin, Burg Gutenfels

Heute tragen die vielen Burgen am Mittelrhein ungemein zum Reiz des Rheintals bei. Doch als mittelalterliche Reisende wären wir vielleicht unter die Räder gekommen, denn die Region war hart umkämpft. Am Rhein drängten sich gleich vier Kurfürsten, dazu viele kleinere Grafen und adlige Herren.

Sie alle hatten die Rheinzölle als Einnahmequelle für sich entdeckt, und je mehr sie davon profitierten, desto mehr Zollstätten wollten sie haben. Im Verlauf des Mittelalters stieg die Zahl der Zollstätten von 19 zum Ende des 12. Jahrhunderts auf 62 zum Ende des 14. Jahrhunderts. Burgen und Rheinzölle, diese beiden Themen gehören zusammen, auch wenn nicht jede Burg am Mittelrhein einer Zollsperre diente. In diesem Kapitel gehen wir auf beides ein.

12. Jahrhundert: Wolkenburg, Drachenfels, Stahleck
13. Jahrhundert: Löwenburg, Rheinfels, Sooneck und Reichenstein
14. Jahrhundert: Pfalzgrafenstein
15. Jahrhundert: Godart und das Drachenfelser Ländchen
Die Kanonen kommen

Obwohl die Burgen am Mittelrhein so bekannt sind, hat unser Wissen große Lücken. Manchmal kann man die Ereignisse aus den Quellen gut rekonstruieren, und moderne Wissenschaften helfen bei der Altersbestimmung alter Gemäuer oder Holzbalken. Andere Stellen liegen im Dunkeln, es gibt keine Quellen, oder von der Burg ist kaum oder gar nicht mehr erhalten, so wie bei Burg Wolkenburg. Bedenken wir auch, dass viele Burgen am Mittelrhein erst vor wenigen Jahren fachmännisch konserviert wurden.

Wo wir kaum schriftliche Quellen haben, ist eine eindeutige Zuordnung einer Burg zu einem Gründer oder Eigentümer nur mit Vorbehalten möglich. Tasten wir uns mal ran, machen wir einen Streifzug durch die Zeit der Burgen und Zölle am Mittelrhein. Dabei beginnen wir am Drachenfels und enden auch dort.

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