Der Feuermann vom Lohrberg

Am Lohrberg, Drache Bouffe-Bouffe
Am Lohrberg, Drache Bouffe-Bouffe

Wenn Sie heute am Lohrberg spazieren gehen, werden Sie auf zahlreiche lächelnde, grüßende Spaziergänger treffen, ganz bestimmt nicht auf einen verbiesterten „Feuermann“. Vielleicht ist an der Sage ja noch etwas dran. 

Drache Bouffe-Bouffe

Kleine und große Gasthäuser, in denen sich kleine und große Wanderer stärken können, haben eine lange Tradition im Siebengebirge. Bouffe-Bouffe setzt diese Tradition fort, er kocht und ist für sein Leben gerne. Das sieht man ihm auch an, doch das stört ihn weniger, seitdem Kinder ihm einmal sagten, dass mollige Menschen weniger nervig wären, und das dies gleichermaßen für Drachen gelte. Diesen Namen, frei übersetzt etwa „Mampf-Mampf“, haben ihm einmal belgische Besucher verpasst, da sein wirklicher Name unaussprechlich war.

Einst am Lohrberg

„Am Lohrberg lebte einst ein böser Mann, der Verwalter auf einem großen Gut war. Die ihm unterstellten Leute ließ er hungern und betrog sie um ihren Lohn. Ein besonderes Vergnügen fand er daran, die Bauern und vor allem die Kinder zu quälen.“(*)

Als Bouffe-Bouffe, der Drache vom Lohrberg, davon hörte, war er sehr erbost und beschloss, gleich zu handeln. Er begab sich zu dem Hof und stellte den bösen Mann zur Rede. Doch der lachte nur. „Was willst Du? Schau Dich doch an, das gute Essen hat Dich träge gemacht, mir kannst Du mit Deinem Feuerspeien keine Angst mehr machen!“

Das reichte Bouffe-Bouffe. Er sagte nur noch zu dem bösen Mann „das werden wir ja sehen“ und zu den Kindern „geht mal auf Seite“. Dann holte er tief Luft und spie einen riesigen Feuerstrahl aus. Der böse Mann wurde von Feuerstrahl erfasst, hoch in die Luft geschleudert und immer weiter fortgetragen, bis nichts mehr von ihm zu sehen war.

Der Feuermann

Er kam nie mehr zurück. Der Sage nach konnte er selbst im Grab keine Ruhe finden. Als irrender, „Feuermann vom Lohrberg“ zeigt er sich nachts in den Bergen.

Traditionell, Quelle: Sage und Geschichte der sieben Berge, Dietmar Blumenthal in Zusammenarbeit mit Winfried Biesing.

Eine traditionelle Legende, frei nacherzählt

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