Petersberger Bittweg

Bittweg zum Petersberg

Jahrhundertelang zogen Pilger an kirchlichen Feiertagen hinauf zum dem Petersberg, denn die Kapelle auf dem Petersberg war ein Wallfahrtsort. Daher kommt der Name „Petersberger Bittweg“.

Einst gab es vier solcher „Bittwege“, heute haben wir nur noch den Königswinterer.

Er beginnt am Ortsausgang von Königswinter-Altstadt in der Nähe der L 331, die Straße heißt auch Petersberger Bittweg. Dann geht es geht steil hinauf, vorbei an den Wegekreuzen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, zwölf von einst 14 Stationen sind erhalten.

Viele der Wegekreuze entlang des Petersberger Bittwegs sind aus Latit. Einige ältere Kreuze haben einen Sockel aus Trachyt.

Kurioses gab es auch. So berichtet Johanna Kinkel, die Ehefrau des Oberkasseler Professors und 1848er Revolutionärs Gottfried Kinkel von einer Prozession mit Gegenprozession, wie wir vielleicht heute sagen würden. Damals baten die Bauern um Regen, die Winzer zugleich um noch mehr Sonne. Man beschimpfte sich und wurde sogar handgreiflich.

Heute ist der Bittweg vor allem ein Wanderweg, und Prozessionen sind sogar im katholischen Rheinland eher selten geworden. Es ist gar nicht so einfach sich vorzustellen, wie es damals war, als die Menschen den Bittweg hinauf zum Petersberg zogen. Die Daten der Errichtung der Steinkreuze fallen in Zeiten, als Kriege und Pest auch das Rheinland heimsuchten. Mögen viele Gebete erhört worden sein.

Zum Weiterlesen
Der Petersberger Bittweg mit allen Stationen bei Wikipedia

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