Franzosenzeit

Ein revolutionärer französischer Soldat auf der linken Rheinseite

Diese Zeit, und „Franzosenzeit“ ist absolut neutral gemeint, hat unsere Region geprägt. Napoleons Code Civil galt lange über seine Herrschaft hinaus.

Viele Menschen teilten die Ideen der Französischen Revolution von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit: Noch immer gab es die Leibeigenschaft, Herrschaft oder Zünfte bestimmten das private und persönliche Leben. Zudem mussten die Untertanen das prächtige Hofhalten ihrer Herrschaften durch hohe Abgaben finanzieren, auch wenn sie selbst nicht mehr ein noch aus wussten. Nicht jeder Erzbischof war bescheiden wie der Kölner Max Franz.

Napoleon und das Großherzogtum Berg

Französische Truppen besetzten die linken Rheinseite; Kaiser Franz II. muss die Rheingrenze anerkennen. Das Erzbistum Köln wurde aufgelöst. Auf der rechten Rheinseite entstand das Großherzogtum Berg als Modellstaat für die Rheinbundstaaten.  Unsere Landesherren waren Napoleons Reitergeneral Joachim Murat und schließlich der Kaiser selbst. Nun kamen die Errungenschaften der Französischen Revolution nach Berg.

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Königswinter
Königswinter, Code Napoleon

Aus Befreiern werden Besatzer

Doch zugleich hatte Napoleon die Wehrpflicht verfügt, und seine Kriege forderten den Menschen immer größere Opfer abgefordert. Am Ende verfinsterte sich das Bild vom Hoffnungsträger Napoleon, für viele war er nur noch ein Despot, der koste es was es wolle ganz Europa beherrschten wollte und dafür unzähligen Menschen in den Tod schickte. 

Nach dem Sieg über Napoleon stellten die Großen Europas die alte Ordnung wieder her – besser gesagt sie schacherten um Gebiete, als gäbe es kein Selbstbestimmungsrecht der Völker.  Preußen bekam nicht wie gewünscht Sachsen, sondern das Rheinland und Westfalen.

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Blüchers Rheinübergang
Blüchers Rheinübergang

Zum Abschluss noch etwas zum Schmunzeln.

Wir haben viele französische Lehnwörter in unserer Sprache, auch wenn sie nicht alle der Franzosenzeit zuzuordnen sind. Wenn es regnet, hat man hoffentlich seinen Paraplü dabei und auch feste Schuhe, denn das Troddewaar ist nass und glitschig. Nach getanem Tagewerk ist man froh, wenn man im Bett liegt und und sein Plümmo über den Kopf zieht.  

Dann gibt es noch die herrlichen Geschichten um Fisimatenten, Fisternöll, Klüngel und andere Begriffe. Wenn Sie das Thema interessiert, dann ist der folgende Podcast des General-Anzeigers „So geht Rheinisch“ mit Peter Hommen etwas für Sie.


„Mein Herr, ich mag den Verrat sehr,
doch ich verachte den Verräter“


Napoleon Bonaparte

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