Preußenzeit

Friedrich Wilhelm IV., Koblenz
Friedrich Wilhelm IV., Koblenz

Was hatten denn die Preußen am Rhein verloren? Nun, das hat sich ihr König Friedrich Wilhelm III. vielleicht auch gefragt, als ihm der Wiener Kongress 1814/1815 nicht wie erhofft Sachsen, sondern das Rheinland und Westfalen zusprach. All dies können Sie auf den Seiten zur Preußenzeit nachlesen.

In diesem Kapitel:

1x Sanssouci-Drachenfels

Der Vormärz. Es ist eine Zeit großer kultureller Blüte, aber auch eine Zeit der politischen Unterdrückung. Der preußische Staat erlebt einen wirtschaftlichen Aufschwung durch die einsetzende Industrialisierung, aber auch große sozialer Not. Trotz schwerster Arbeit sind viele Menschen nicht mehr in der Lage, den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien zu sichern. König Friedrich Wilhelm IV. im Potsdamer Park Sanssouci kümmert sich wenig.

Revolution 1848/49
Die große soziale Not und die Wut der Menschen gegen die Restaurationspolitik brechen sich in der Märzrevolution Bahn. Friedrich Wilhelm IV. bildet ein Kabinett mit den rheinischen Liberalen Ludolf Camphausen und David Hansemann – ein Bürgerlicher aus der Rheinprovinz leitet das Kabinett! In Bonn sind Professor Gottfried Kinkel und sein Student Carl Schurz Hoffnungsträger der Demokraten.

Zwischen Revolution und Reichsgründung.
Doch die Revolution scheitert, es folgen Jahre der Reaktion; Demokraten werden verfolgt und schikaniert. Auf Friedrich Wilhelm IV. folgen Wilhelm I. und sein Ministerpräsident, Otto von Bismarck. Preußen macht Österreich die Vorherrschaft in Deutschland zunehmend streitig. Es kommt zum Krieg. Schließlich schmiedet Bismarck das Deutsche Reich, mit Blut und Eisen.

Ich möchte Ihnen die Geschichte unserer Region aus der Sicht der Menschen erzählen. Bei aller Rheinromantik und kultureller Blüte war es eine Zeit bitterer Not. In jenen Jahrzehnten kam es zu ersten Massenauswanderungen in die USA. Die Geschichte „Zuhause am Rhein und in Amerika“ erzählt auch von einer Familie aus dem Siebengebirge, die sich in Pennsylvania ein neues Leben aufbaut, der alten Heimat aber immer verbunden bleibt. Natürlich geht es auch um den Rheinländer Carl Schurz, der nach der gescheiterten Revolution in die USA floh und dort ein großer Staatsmann wurde.

Dann war 2015 ein „Preußenjahr“. Gut 200 Jahre ist es nun her, dass das Rheinland nach dem Wiener Kongress zu Preußen kam. Dazu gibt es eine „Sonderbeilage“ zum Rheindrachen, 200 Jahre Preußische Rheinprovinz.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*