An der Grenze des Römischen Reiches

In diesem Kapitel geht es um die Römerzeit am Rhein. Leider wissen wir kaum etwas von den Menschen, die damals hier gelebt haben, denn die Archäologen haben in unserer Region nur wenige Funde aus der Römerzeit gemacht. Was wir wissen, stammt aus römischen Quellen.

Germania Inferior

Nach Caesars Sieg im Gallischen Krieg (58-51 v. Chr.) war der Rhein die Grenze zwischen dem Römischen Reich auf der linken und dem freien Germanien, Germania Magna, auf der rechten Rheinseite. Das Siebengebirge lag zwar  in Sichtweite der römischen Legionäre in Bonn und Köln, doch auf der anderen Seite der Grenze. Unsere Region war Militärbezirk.

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Bonner Legion I Minervia

Im Legionslager Bonn war ab 83 dauerhaft die Legio I Minervia stationiert. Sie war die „Bonner Legion“. Das römische Bonna entwickelte sich bald zu einem schmucken Städtchen. Gegenüber, am Drachenfels, betrieben die Römer in großem Rahmen Steinbrüche und transportierten die Steine nordwärts. In Bonn und Köln. ja sogar in Xanten und Nimwegen wurde mit Trachyt vom Drachenfels gebaut.

Auf dem Rhein patrouillierte die Classis Germanica, und der Limes sicherte die Grenze. Doch immer mehr Germanenstämme drangen an die Grenze vor, und schließlich geriet das Römische Reich in die Defensive.

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Franken und Alamannen

212 verlieh Kaiser Caracalla allen Freien in den Provinzen das römische Bürgerrecht. Auch die Bonner waren jetzt römische Bürger.

Doch die Raubzügen rechtsrheinischer Germanen über den Rhein häuften sich, und immer öfter kamen die römischen Truppen zu spät. Zudem wurden Truppen vom Rhein abgezogen, um im Osten zu kämpfen.  Nach einem langen Abwehrkampf brach die Rheingrenze 401/402 zusammen.

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Hier beim „Rheindrachen“ möchte ich Ihnen die Geschichte unserer Region auch aus der Sicht der Menschen erzählen.

Dazu gibt es eine längere Geschichte mit dem Titel „Leben an der Rheingrenze“ – eine römisch-ubische Familie am Rhein“ mit einer eigenen subdomain.  

In dieser Geschichte begleiten wir eine römisch-ubische Familie, die über Generationen hier lebte, von den ersten Tagen der Legio I Germanica in Bonn bis zu den Frankeneinfällen im dritten Jahrhundert. Die Männer waren Soldaten der Bonner Legion oder der Flotte, und sie betrieben auch Handel, eine kleine Gastronomie und einen Verpflegungsstand bei den Steinbrüchen am Drachenfels.

“Gallis omnibus et Hispanis ac Brittannis hinc permisit, ut vites haberent vinumque conficerent“

Kaiser Probus gab den Weinanbau außerhalb Italiens frei

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