An der Grenze des Römischen Reiches

Karte, Rheingrenze
Karte, Rheingrenze

In diesem Kapitel geht es um die Römerzeit im Siebengebirge. Nach Caesars Sieg in Gallien war der Rhein die Grenze zwischen dem Römischen Reich auf der linken und dem freien Germanien, Germania Magna, auf der rechten Rheinseite.

Beiträge in diesem Kapitel
Germania Inferior | Bonner Legion I Minervia | Franken und Alamannen
Römergeschichte „Leben an der Rheingrenze – eine römisch-ubische Familie am Rhein“

Auf der linken Rheinseite entstand die Provinz Germania Inferior, und das römische Bonna wurde bald ein schmuckes Städtchen. Das Siebengebirge lag in Sichtweite der römischen Legionäre in Bonn, doch auf der anderen Seite der Grenze.

Leider wissen wir kaum etwas von den Menschen, die damals hier gelebt haben, denn die Archäologen haben in unserer Region nur wenige Funde aus der Römerzeit gemacht. Was wir wissen, stammt aus römischen Quellen. Direkt an der Grenze, im Militärgebiet, wird ein „normales“ Leben kaum möglich gewesen sein, weder für die Römer noch für die Germanen.

Römische Garküche am Rhein
Römische Garküche am Rhein

Germania Inferior

Im ersten Beitrag zur Römerzeit geht es um die ersten Jahrzehnte von der Zeit Kaiser Augustus‘ und seines Feldherrn Agrippa bis zum Bataver-Aufstand.

Die andere Rheinseite blieb für die Römer wichtig, nicht nur für die militärische Aufklärung, sondern auch wirtschaftlich: Am Drachenfels betrieben die Römer in großem Rahmen Steinbrüche und transportierten die Steine nordwärts. In Bonn und Köln. ja sogar in Xanten und Nimwegen wurde mit Trachyt vom Drachenfels gebaut.

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Felsenmeer Rüdenet, Drachenfels

Bonner Legion I Minervia

Im Legionslager Bonn war ab 83 die Legio I Minervia stationiert, und sie wurde die „Bonner Legion“. Das römische Bonna entwickelte sich bald zu einem schmucken Städtchen mit allem Komfort. Auf dem Rhein patrouillierte die Classis Germanica, und der Limes sicherte die Grenze. Doch immer mehr Germanenstämme drangen an die Grenze vor, und schließlich geriet das Römische Reich in die Defensive.

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Wachturm
Wachturm

Franken und Alamannen

Als 212 Kaiser Caracalla allen Freien in den Provinzen das römische Bürgerrecht verlieh, wurden auch die Bonner römische Bürger.

Doch die Raubzügen rechtsrheinischer Germanen über den Rhein häuften sich, und immer öfter kamen die römischen Truppen zu spät. Zudem wurden Truppen vom Rhein abgezogen, um im Osten zu kämpfen.  Nach einem langen Abwehrkampf brach die Rheingrenze 401/402 zusammen.

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“Gallis omnibus et Hispanis ac Brittannis hinc permisit,
ut vites haberent vinumque conficerent.“


Kaiser Probus gab den Weinanbau außerhalb Italiens frei

„Leben an der Rheingrenze“ – eine römisch-ubische Familie am Rhein
Eine längere Geschichte mit eigener Subdomain

Geschichtsbücher berichten längst nicht alles, deshalb graben wir hier ein bisschen tiefer. In dieser Geschichte begleiten wir eine römisch-ubische Familie, die über Generationen hier lebte, von den ersten Tagen der Legio I Germanica in Bonn bis zu den Frankeneinfällen im dritten Jahrhundert. Die Männer waren Soldaten der Bonner Legion oder der Flotte, und sie betrieben auch Handel, eine kleine Gastronomie und einen Verpflegungsstand bei den Steinbrüchen am Drachenfels.

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